Zum Inhalt springen
CannArzt.com
G35 Cannabis-Relevanz: Etabliert Krankheiten des Nervensystems

Multiple Sklerose

Sativex (Nabiximols) ist seit 2011 in Deutschland zur Behandlung der MS-Spastik zugelassen. Cannabis-Sorten werden zusätzlich gegen Schmerz, Schlafstörung und Spastik off-label eingesetzt.

Auch bekannt als: MS · Encephalomyelitis disseminata

Prävalenz

~250.000 Betroffene in Deutschland

Typische Cannabis-Form

Sativex/Nabiximols (Fertigarznei) oder ausgewogene Sorten

Verwandte Ratgeber-Artikel

Patient:innen-orientierte Hintergrundinformationen zu dieser Indikation:

Referenzierte Studien

Therapie besprechen

Ob und welche Behandlung für dich infrage kommt, entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt nach einer persönlichen Untersuchung. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Ist Cannabis bei Multiple Sklerose (G35) zugelassen?

Cannabis ist in Deutschland für die meisten Indikationen off-label oder im Rahmen des Cannabisgesetzes verschreibbar, wenn Standardtherapien nicht ausreichen. Für Multiple Sklerose gilt die Bewertung: Etabliert — Sativex (Nabiximols) ist seit 2011 in Deutschland zur Behandlung der MS-Spastik zugelassen. Cannabis-Sorten werden zusätzlich gegen Schmerz, Schlafstörung und Spastik off-label eingesetzt.

Welche Cannabis-Form wird bei Multiple Sklerose typischerweise verschrieben?

Sativex/Nabiximols (Fertigarznei) oder ausgewogene Sorten

Übernimmt die Krankenkasse die Cannabis-Therapie bei G35?

Cannabisblüten zahlt die gesetzliche Krankenkasse seit dem 30.07.2026 nicht mehr. Bei schwerwiegender Erkrankung können Extrakte, Dronabinol oder Nabilon erstattet werden – nach Genehmigung und gegebenenfalls einem vorherigen Therapieversuch mit einem zugelassenen Fertigarzneimittel. In der Praxis erfolgen die meisten Cannabis-Verschreibungen privat über Telemedizin-Anbieter.

Hinweis: Diese Seite ist redaktionell erstellt und kein medizinischer Rat. Eine Cannabis-Therapie sollte stets in Abstimmung mit einer behandelnden Ärzt:in erfolgen. Die ICD-10-Nomenklatur folgt der ICD-10-GM 2024-Version.