Cannabis-Plattformen: Gerichte nehmen Partnerapotheken in die Pflicht
Landgerichte in Berlin und Düsseldorf sehen Apotheken mitverantwortlich für Plattform-Rezepte. Für Patient:innen geht es um die freie Apothekenwahl.
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Landgerichte in Berlin und Düsseldorf sehen Apotheken mitverantwortlich für Plattform-Rezepte. Für Patient:innen geht es um die freie Apothekenwahl.
Ein Apotheker soll über 30.000 Rx-Packungen ohne Rezept verkauft und Cannabis abgegeben haben. Das Landgericht wies neue Gutachten-Anträge zurück.
Das BfArM hat die Cannabis-Importe für Anfang 2026 auf 67,6 Tonnen korrigiert. Getrieben wird der Boom von Privatrezepten und Online-Apotheken.
Die Hürther Cannabis-Apotheke Lux 99 ist insolvent und arbeitet in Eigenverwaltung weiter. Inhaber Loder nennt das Ende der Kassenerstattung für Blüten.
Für Medizinalcannabis gelten beim Inhalieren dieselben Verbotszonen wie für Konsumcannabis. Ein Bußgeld sieht das MedCanG dafür nicht vor.
Das OLG Hamm lässt die Medikamentenklausel auch ohne persönlichen Arztkontakt gelten. Entscheidend sind eine klare Verordnung und die passende Einnahme.
Wer neben Medizinalcannabis regelmäßig Konsumcannabis nutzt, gilt laut OVG NRW als ungeeignet zum Fahren. Eine MPU ist dafür nicht mehr nötig.
Drei von vier Befragten sehen Medizinalcannabis als reguläre Therapie, aber nur 37 Prozent fühlen sich gut informiert. Die größte Sorge ist Abhängigkeit.
GreenMedical hat 5.556 Cannabis-Patient:innen befragt. 84 Prozent nennen Datenschutz sehr wichtig, die Videosprechstunde liegt im Mittelfeld.
Nach 47,8 ng/ml THC bei einer Kontrolle ordnete Berlin eine MPU an. Der Fahrer legte sie nicht vor, das VG bestätigte den Entzug des Führerscheins.
Frankreich hat den Rahmen für Medizinalcannabis gesetzlich geschaffen, doch ein Erlass fehlt. Die Gesundheitsbehörde HAS hat Anhörungen im Oktober verschoben.
Jede dritte befragte Frau ab 35 nutzte in einer kanadischen Umfrage Cannabis, meist für den Schlaf. Kontrollierte Studien zu Wechseljahresbeschwerden fehlen.
Medizinalcannabis-Blüten kosten in Deutschland im Schnitt 6,55 Euro je Gramm und damit weniger als in Großbritannien. Bei Extrakten liegt Deutschland weit vorn.
Strahlung senkt die Zahl lebender Schimmelpilze in Cannabisblüten um mehr als 99,9 Prozent. Abgestorbene Pilzreste und Mykotoxine kann sie nicht entfernen.
Bei bestimmten Erstverordnungen soll ein zugelassenes Cannabis-Fertigarzneimittel zunächst erprobt werden. Die feste Dauer von sechs Monaten soll entfallen.
Aurora weist auch das erhöhte Angebot von Curaleaf zurück und prüft Alternativen. Beide Konzerne beliefern deutsche Apotheken mit Medizinalcannabis.
Gilt der Fertigarzneimittelvorrang für Bestandspatient:innen, auch off-label und ohne zugelassenes Präparat? KBV und GKV-Spitzenverband sind uneins.
9 Prozent der befragten US-Raucher:innen nutzten Cannabis beim Aufhören, fast so viele wie Rauchstopp-Medikamente. THC ging mit mehr Entzugsbeschwerden einher.
Neun Studien mit 537 Erwachsenen belegen keinen verlässlichen Schlafnutzen von medizinischem Cannabis. Cochrane bewertet die Daten als sehr unsicher.
Aurora hat sein EU-GMP-Werk in Leuna ausgebaut und erwartet mehr als doppelt so viele Blüten pro Jahr. Konkrete Mengen nennt das Unternehmen nicht.
Die Pharmazeutin Ana Serrato wirbt für einheitliche europäische Qualitätsstandards. In Deutschland legt die DPhG Vorschläge zur Chargenprüfung von Blüten vor.
Tilray steigert im ersten Geschäftsquartal den Umsatz mit Cannabis außerhalb Kanadas um gut ein Fünftel. Den Konzern tragen inzwischen Bier und Pharmahandel.
Zwei Bedrocan-Gesellschaften sind insolvent. Die niederländische Behörde meldet Vorräte bis Mitte 2027; Folgen für die deutsche Versorgung sind offen.
THC-Gehalt, Konsumhäufigkeit und persönliche Veranlagung bestimmen das Psychoserisiko. Eine Genstudie aus London findet gemeinsame biologische Pfade.
VER-01 verursachte bei chronischem Kreuzschmerz in einer Studie mit 384 Erwachsenen seltener Verstopfung als Opioide. Ein Frankfurter Symposium greift das auf.
Die US-Drogenbehörde DEA nimmt seit 5. Oktober Anträge von Herstellern, Händlern und Laboren für medizinisches Cannabis an. Die breite Neueinstufung stockt.
Eine Metaanalyse in The Lancet Psychiatry findet für Cannabinoide bei Angst nur sehr unsichere Daten. Registerstudien berichten Besserungen ohne Kontrolle.
Der Entwurf 21/3061 verlangt für Cannabisblüten persönlichen Arztkontakt und verbietet den Versand. Er liegt seit Dezember 2025 im Bundestag.
Die BLE lehnte 44 Anträge zu 20 Forschungsvorhaben ab, die sie als Modellprojekte einstufte. Von 82 Vorhaben erhielten bisher vier eine Erlaubnis.
Fünf randomisierte Studien mit 1.072 Teilnehmenden zeigen: Ob Cannabinoide bei Rückenschmerz oder Migräne helfen, hängt stark vom Präparat ab.
In einer kleinen Charité-Studie berichteten 27 Frauen mit Endometriose nach drei Monaten Cannabisextrakt über weniger Schmerzen. Eine Placebogruppe fehlte.
Frankfurt und Leipzig lehnten Eilanträge von Blütenpatient:innen ab. In Landshut behielt ein Patient seine Versorgung vorläufig dank Widerspruch.
Thailands Regierung hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der Cannabis auf Medizin und Forschung beschränkt. Rund 11.000 Shops sollen in drei Jahren verschwinden.
Niederlande, Spanien und Dänemark ordnen das Trocknen von Cannabisblüten der GMP zu. Die EMA lässt eine enge Ausnahme zu. Das betrifft Importe nach Deutschland.
Drei Landgerichte zogen Grenzen für Fragebogen-Rezepte, ein Anwalt hält die Urteile für fehlerhaft. Entscheidend ist echter Arztkontakt vor dem Rezept.
Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde eines Cannabispatienten gegen das Blüten-Aus der GKV nicht an. Zuerst sind die Sozialgerichte zuständig.
Bundesgesundheitsminister Linnemann rechnet 2026 mit 300 Tonnen Blütenimporten und fordert persönlichen Arztkontakt sowie ein Ende des Versands.
Im September 2026 sicherte sich die kanadische Red White & Bloom über eine Holding 50,1 Prozent an Grünhorn, einem großen Versender von Medizinalcannabis.
Zwei Schweizer Studien zum Cannabisverkauf in Apotheken fanden 2026 weder mehr Konsum noch eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit.
Die australische Arzneimittelbehörde TGA prüft eine Reform für nicht zugelassene Cannabisprodukte und nimmt Anbieter ins Visier, die verschreiben und liefern.
Dronabinol bleibt als Apotheken-Rezeptur erstattungsfähig. Neue Patient:innen müssen aber zuerst ein zugelassenes Fertigarzneimittel versuchen.
Seit 30. Juli 2026 zahlen Krankenkassen keine Cannabisblüten mehr. Extrakte, Dronabinol und Nabilon bleiben erstattungsfähig, Fertigarzneimittel haben Vorrang.
Im Juni 2026 erhielt der Cannabisextrakt Exilby (VER-01) die Zulassung bei chronischem Kreuzschmerz. Studienlage, Preis und die Folgen für Kassenpatient:innen.
Die BIÖG-Befragung von 7.001 jungen Menschen zeigt 2025 keinen generellen Anstieg bei illegalen Drogen und Cannabis, aber mehr Konsum bei jungen Männern.
Der Bundesgerichtshof entschied im März 2026, dass ein Portal für Cannabis-Behandlungen unzulässig für verschreibungspflichtige Arzneimittel geworben hat.
Dänemark testete medizinisches Cannabis ab 2018 in einem Pilotprogramm und machte es zum 1. Januar 2026 dauerhaft. Wer verordnen darf und welche Regeln gelten.
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte im November 2025 das Kiffverbot in drei Münchner Parks für unwirksam. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.
Statt die Teillegalisierung zurückzunehmen, kündigten CDU, CSU und SPD im April 2025 nur eine Evaluierung an. Was aus dem Satz im Vertrag wurde.
Seit Dezember 2024 entscheidet die BLE über Cannabis zu wissenschaftlichen Zwecken. Was die KCanWissZustV regelte und was aus den Modellprojekten wurde.
Im Juni 2024 trat das erste Änderungsgesetz zum KCanG in Kraft. Es zielte auf Anbauvereinigungen, Kontrollen und Prävention; das MedCanG blieb fast unberührt.
Im November 2023 stritten Sachverständige im Gesundheitsausschuss über das Cannabisgesetz. Ärzteverbände warnten, andere forderten mehr Freigabe.
Im September 2023 kritisierte der Bundesrat den Entwurf des Cannabisgesetzes und bat, Produktionsmengen und Preisdeckel bei Medizinalcannabis zu prüfen.
Im Juni 2023 erklärte das BVerfG 13 Richtervorlagen gegen die Cannabis-Strafnormen für unzulässig. Warum das kein neues Grundsatzurteil war.
Im März 2023 verlangten Sachverständige im Gesundheitsausschuss weniger Hürden bei Kassenanträgen für Medizinalcannabis. Was aus dem Unionsantrag wurde.
Auf dem ESC-Kongress 2022 zeigten dänische Registerdaten bei Schmerzpatient:innen mit Medizinalcannabis ein höheres, aber kleines Risiko für Rhythmusstörungen.
Die Verkehrsgerichtstage 2018 und 2022 hielten 1,0 ng THC/ml für zu niedrig und forderten Änderungen. 2024 führte der Bundestag 3,5 ng/ml als Grenzwert ein.
Seit dem 1. August 2022 verschreiben Ärzt:innen in der Schweiz Cannabisarzneimittel ohne Ausnahmebewilligung. Was sich änderte und was MeCanna zeigt.
Im März 2022 wies das LSG Baden-Württemberg die Berufung eines ADHS-Patienten ab: Erkrankung nicht schwerwiegend, ärztliche Begründung unzureichend.
Zum fünften Jahrestag des Cannabisgesetzes 2022 zählte die Barmer 23.123 Anträge, 68,7 Prozent davon bewilligt. Die Zahl neuer Anträge sank seit 2019 deutlich.
Das Hessische Landessozialgericht verneinte im März 2022 den Anspruch eines 70-Jährigen auf Cannabisblüten gegen Alkoholverlangen. Was das heute bedeutet.
Im März 2022 schlossen DGS und AOK Rheinland/Hamburg einen Selektivvertrag: Geschulte Ärzt:innen in Nordrhein verordneten Cannabis ohne Genehmigungsantrag.
Im Dezember 2021 beschloss Maltas Parlament Besitz bis 7 Gramm, vier Pflanzen und nicht-gewinnorientierte Vereinigungen. Was daraus geworden ist.
Im November 2021 kündigten SPD, Grüne und FDP die kontrollierte Abgabe von Cannabis in lizenzierten Geschäften an. Was davon im Gesetz landete.
Im Juli 2021 setzte Marokko das Gesetz 13-21 in Kraft. Es erlaubt Anbau, Verarbeitung und Export für Medizin und Industrie unter staatlicher Kontrolle.
Im Juni 2021 befragte der Gesundheitsausschuss Sachverständige zum FDP-Antrag für eine kontrollierte Cannabis-Abgabe. Was gefordert war und was folgte.
Im März 2021 brachte STADA über die Tochter STADAPHARM eigene Cannabisblüten für Schmerzpatient:innen auf den Markt. Ein Rückblick auf den Einstieg.
Das LSG Baden-Württemberg wertete im Februar 2021 eine Schlafapnoe mit Tagesmüdigkeit nicht als schwerwiegend. Die Kasse musste keine Blüten zahlen.
Im Dezember 2020 strich die UN-Suchtstoffkommission Cannabis aus Anhang IV des Abkommens von 1961. Was die WHO empfahl und was abgelehnt wurde.
Im Januar 2020 nannte die AMK sieben Warnzeichen für möglichen Missbrauch von Cannabisarzneien. ACM, VCA und SCM hielten die Liste für stigmatisierend.
Im Oktober 2019 verpflichtete das VG Düsseldorf den Rhein-Kreis Neuss, einem Medizinalcannabis-Patienten die Fahrerlaubnis neu zu erteilen.
Mit dem GSAV beschloss der Bundestag im Juni 2019, dass Dosisanpassungen und Sortenwechsel bei Cannabis keine neue Kassengenehmigung mehr brauchen.
Im Mai 2019 schloss das BfArM die zweite Anbau-Ausschreibung ab: Aurora, Aphria und Demecan erhielten Zuschläge über 10.400 Kilogramm in vier Jahren.
Im April 2019 entschied das Bundesverwaltungsgericht: Nach einer ersten Fahrt unter Cannabis müssen Behörden zuerst über eine MPU entscheiden.
Im März 2019 ging es im Gesundheitsausschuss um Genehmigungsvorbehalt, Exportanbau und eine AMNOG-Bewertung für Medizinalcannabis.
Ende 2018 bestätigte das LSG Niedersachsen-Bremen im Eilverfahren, dass eine Kasse Cannabisblüten für einen 31-Jährigen mit ADHS nicht zahlen muss.
Seit November 2018 dürfen Fachärzt:innen in Großbritannien Cannabis verordnen. Der NHS bleibt zurückhaltend, private Rezepte haben sich vervielfacht.
Im März 2018 untersagte das OLG Düsseldorf dem BfArM den Zuschlag für den ersten deutschen Cannabisanbau. Die geplante Ernte 2019 war damit hinfällig.
Im Februar 2018 beriet der Bundestag drei Oppositionsvorlagen zu Modellprojekten, Entkriminalisierung und einem regulierten Cannabismarkt.
Fünf Monate nach dem Cannabis-als-Medizin-Gesetz räumte die Bundesregierung im August 2017 ein, dass einzelne Blütensorten nicht lieferbar waren.
Im Juli 2017 fand die Initiative von Bremen, Thüringen und Berlin für wissenschaftliche Cannabis-Modellprojekte im Bundesrat keine Mehrheit.
Im Juni 2017 scheiterte der Grünen-Entwurf für einen regulierten Cannabismarkt für Erwachsene. Union und SPD stimmten dagegen, die Linke dafür.
Das Gesetz vom März 2017 schuf einen geregelten Zugang zu Cannabisarzneimitteln und einen GKV-Anspruch unter engen Voraussetzungen. Was damals neu war.