Migräne
Beobachtungsstudien zeigen Reduktion der Migränetage um 30-50 % unter Cannabis-Therapie. Bei chronischer Migräne (≥15 Kopfschmerztage/Mt) eine etablierte Add-On-Option, vor allem bei Triptan-Versagen oder MOH-Risiko.
Auch bekannt als: Migränekopfschmerz · chronische Migräne
Prävalenz
~10-15 % der Erwachsenen, ~1-3 % chronisch
Typische Cannabis-Form
Ausgewogene THC/CBD-Sorten, inhalativ bei Akutbedarf
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Patient:innen-orientierte Hintergrundinformationen zu dieser Indikation:
Referenzierte Studien
- Cannabis-based medicines for chronic neuropathic pain in adults
Mücke M, et al. · 2018
Originalquelle ↗ - Cannabinoids in Pain Management and Palliative Medicine
Häuser W, et al. · 2017
Originalquelle ↗
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Häufige Fragen
Ist Cannabis bei Migräne (G43) zugelassen?
Cannabis ist in Deutschland für die meisten Indikationen off-label oder im Rahmen des Cannabisgesetzes verschreibbar, wenn Standardtherapien nicht ausreichen. Für Migräne gilt die Bewertung: Häufig — Beobachtungsstudien zeigen Reduktion der Migränetage um 30-50 % unter Cannabis-Therapie. Bei chronischer Migräne (≥15 Kopfschmerztage/Mt) eine etablierte Add-On-Option, vor allem bei Triptan-Versagen oder MOH-Risiko.
Welche Cannabis-Form wird bei Migräne typischerweise verschrieben?
Ausgewogene THC/CBD-Sorten, inhalativ bei Akutbedarf
Übernimmt die Krankenkasse die Cannabis-Therapie bei G43?
Cannabisblüten zahlt die gesetzliche Krankenkasse seit dem 30.07.2026 nicht mehr. Bei schwerwiegender Erkrankung können Extrakte, Dronabinol oder Nabilon erstattet werden – nach Genehmigung und gegebenenfalls einem vorherigen Therapieversuch mit einem zugelassenen Fertigarzneimittel. In der Praxis erfolgen die meisten Cannabis-Verschreibungen privat über Telemedizin-Anbieter.
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Hinweis: Diese Seite ist redaktionell erstellt und kein medizinischer Rat. Eine Cannabis-Therapie sollte stets in Abstimmung mit einer behandelnden Ärzt:in erfolgen. Die ICD-10-Nomenklatur folgt der ICD-10-GM 2024-Version.