Tourette-Syndrom
Bei Tourette ist Cannabis eine etablierte Therapieoption. Kontrollierte Studien (Müller-Vahl) zeigen Reduktion der Tic-Frequenz. Empfehlung der Deutschen Tourette-Gesellschaft als Reservetherapie.
Auch bekannt als: Tourette · Tic-Störung
Prävalenz
~1 % im Kindesalter, persistierend ~0,5 %
Typische Cannabis-Form
THC-betont (Bedrocan-Klasse) oder Dronabinol
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Patient:innen-orientierte Hintergrundinformationen zu dieser Indikation:
Referenzierte Studien
- Delta 9-tetrahydrocannabinol (THC) is effective in the treatment of tics in Tourette syndrome
Müller-Vahl KR, et al. · 2003
Originalquelle ↗
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Häufige Fragen
Ist Cannabis bei Tourette-Syndrom (F95.2) zugelassen?
Cannabis ist in Deutschland für die meisten Indikationen off-label oder im Rahmen des Cannabisgesetzes verschreibbar, wenn Standardtherapien nicht ausreichen. Für Tourette-Syndrom gilt die Bewertung: Etabliert — Bei Tourette ist Cannabis eine etablierte Therapieoption. Kontrollierte Studien (Müller-Vahl) zeigen Reduktion der Tic-Frequenz. Empfehlung der Deutschen Tourette-Gesellschaft als Reservetherapie.
Welche Cannabis-Form wird bei Tourette-Syndrom typischerweise verschrieben?
THC-betont (Bedrocan-Klasse) oder Dronabinol
Übernimmt die Krankenkasse die Cannabis-Therapie bei F95.2?
Cannabisblüten zahlt die gesetzliche Krankenkasse seit dem 30.07.2026 nicht mehr. Bei schwerwiegender Erkrankung können Extrakte, Dronabinol oder Nabilon erstattet werden – nach Genehmigung und gegebenenfalls einem vorherigen Therapieversuch mit einem zugelassenen Fertigarzneimittel. In der Praxis erfolgen die meisten Cannabis-Verschreibungen privat über Telemedizin-Anbieter.
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Hinweis: Diese Seite ist redaktionell erstellt und kein medizinischer Rat. Eine Cannabis-Therapie sollte stets in Abstimmung mit einer behandelnden Ärzt:in erfolgen. Die ICD-10-Nomenklatur folgt der ICD-10-GM 2024-Version.