Cannabis in den Wechseljahren: Viel Nachfrage, wenig Studien
Jede dritte befragte Frau ab 35 nutzte in einer kanadischen Umfrage Cannabis, meist für den Schlaf. Kontrollierte Studien zu Wechseljahresbeschwerden fehlen.
Fachredaktionelle Einordnungen zu Politik, Medizin und Markt – mit Primärquellen und transparenter Bildlizenz.
Chronik seit 2017
Jede dritte befragte Frau ab 35 nutzte in einer kanadischen Umfrage Cannabis, meist für den Schlaf. Kontrollierte Studien zu Wechseljahresbeschwerden fehlen.
Medizinalcannabis-Blüten kosten in Deutschland im Schnitt 6,55 Euro je Gramm und damit weniger als in Großbritannien. Bei Extrakten liegt Deutschland weit vorn.
Strahlung senkt die Zahl lebender Schimmelpilze in Cannabisblüten um mehr als 99,9 Prozent. Abgestorbene Pilzreste und Mykotoxine kann sie nicht entfernen.
Bei bestimmten Erstverordnungen soll ein zugelassenes Cannabis-Fertigarzneimittel zunächst erprobt werden. Die feste Dauer von sechs Monaten soll entfallen.
Aurora weist auch das erhöhte Angebot von Curaleaf zurück und prüft Alternativen. Beide Konzerne beliefern deutsche Apotheken mit Medizinalcannabis.
Gilt der Fertigarzneimittelvorrang für Bestandspatient:innen, auch off-label und ohne zugelassenes Präparat? KBV und GKV-Spitzenverband sind uneins.
9 Prozent der befragten US-Raucher:innen nutzten Cannabis beim Aufhören, fast so viele wie Rauchstopp-Medikamente. THC ging mit mehr Entzugsbeschwerden einher.
Neun Studien mit 537 Erwachsenen belegen keinen verlässlichen Schlafnutzen von medizinischem Cannabis. Cochrane bewertet die Daten als sehr unsicher.
Aurora hat sein EU-GMP-Werk in Leuna ausgebaut und erwartet mehr als doppelt so viele Blüten pro Jahr. Konkrete Mengen nennt das Unternehmen nicht.
Die Pharmazeutin Ana Serrato wirbt für einheitliche europäische Qualitätsstandards. In Deutschland legt die DPhG Vorschläge zur Chargenprüfung von Blüten vor.
Tilray steigert im ersten Geschäftsquartal den Umsatz mit Cannabis außerhalb Kanadas um gut ein Fünftel. Den Konzern tragen inzwischen Bier und Pharmahandel.
Zwei Bedrocan-Gesellschaften sind insolvent. Die niederländische Behörde meldet Vorräte bis Mitte 2027; Folgen für die deutsche Versorgung sind offen.